Hybrides Arbeiten: 6 Work Hacks für Führungskräfte

Florian Haussmann

27.10.2022

Hybrides Arbeiten: 6 Work Hacks für die Führungskräfte von heute, morgen und darüber hinaus.

Die neuen Möglichkeiten, die hybrides Arbeiten schaffen, bieten zwar mehr Freiheit und mehr Flexibilität, sorgen aber gleichzeitig für Verwirrung und Überforderung bei Mitarbeitenden und Führungskräften. Es ist an der Zeit, die alten Schreibtisch-Provisorien und verstaubten Büromöbel zu einem neuen Konstrukt zusammenzufügen: Heute Büro, morgen Remote, übermorgen wo? Im Sommer in Zürich, im Winter auf Tulum: Hybrides Arbeiten ist und wird die neue Realität in unserem Arbeitsalltag.  Das stellt viele noch gängige Unternehmensstrukturen auf eine harte Probe. Wir verraten sechs einfache, aber wirksame Work Hacks, die das (Arbeits-)leben garantiert leichter machen.

Wir sind uns einig: Zusammenarbeit im hybriden Umfeld ist herausfordernd. Gerade, wenn sich die einzelnen Teammitglieder nur unregelmässig oder überhaupt nicht persönlich treffen, ist es als Organisation schwieriger, die Verbundenheit in Teams aufrechtzuerhalten. Was heisst das für die Führungskräfte von heute und morgen?Führung auf Distanz bedarf Führung auf Augenhöhe. Klare Entscheidungen, die einen sicheren Rahmen schaffen, statt Kontrolle von oben. Vertrauen in die einzelnen Teammitglieder und erkennen sowie fördern individuelle Superpower ist heute mehr gefragt denn je. Das klingt aber einfacher, als es tatsächlich ist. Denn das Verändern von Gewohnheiten und Ablegen von Altbewährten lässt Ängste und Unsicherheiten aufkommen.

Gerade als Chef:in hat man dabei oft das Gefühl, keine Fehler machen zu dürfen und Emotionen zurückhalten zu müssen. Wir sind der Überzeugung, dass es genau das braucht. Deshalb fordern wir mit sechs Workhack­­­s auf, Euch und eure Führungsstile fit für die neue hybride Arbeitswelt zu machen.

Challenge accepted?

Hack #1: Mehr SUPERPOWER

Ihr müsst nicht alles wissen, um gute Chef:innen zu sein. Vorbildliche Chefs agieren als Coaches und nicht mehr als reine Experten. Sie fragen mehr, als dass sie reden. Denn sie wissen, dass die Expertise im Team sitzt.  Deshalb… erkundet die Superpower in Euren Teams – idealerweise bereits im nächsten Stand-Up.

Hack #2: Mehr REFLEXION 

Konstanter Wandel ist gekommen, um zu bleiben. Um agil und flexibel auf sich stets ändernde Umweltbedingungen reagieren zu können, brauchen Mitarbeitende Vorbilder in der persönlichen Entwicklung.  Nur was authentisch ist, kann im Aussen wirken. Deshalb geht das Thema Selbstreflexion alle etwas an.

Ihr bleibt dann gute Chef:innen, wenn ihr Eure bestehenden Talente mit neuen Kompetenzen erweitert. Setzt Euch im Kalender ein wiederkehrendes Meeting – nur mit Euch und den folgenden drei Fragen:

  • Worauf lege ich Wert im Leben?
  • Wie gehe ich mit Veränderung um?
  • Was schätze ich an meiner Führungsaufgabe?

Hack #3: Mehr EMOTIONEN

Emotionen am Arbeitsplatz werden oft fälschlicherweise als unprofessionell wahrgenommen. Aber ganz im Gegenteil: Emotionen schaffen Zugänglichkeit zum Gegenüber und sie verbinden Menschen miteinander. Insbesondere im hybriden Arbeitsumfeld, wo persönlicher Kontakt nicht immer gegeben ist, ist eine starke Verbindung innerhalb des Teams wichtiger als je zuvor.

Wer seinen eigenen Emotionen Raum gibt, wird auch die Gefühle anderer besser lesen und verstehen können. Deshalb… startet mit der Emotion, und formuliert Eure nächste Aufgabenstellung nach der folgenden Struktur:

  • Mein Bedürfnis ist es…
  • Mein Ziel ist es…
  • Ich danke dir für das Umsetzen!

Hack #4: Mehr VERTRAUEN

Oft glaubt man, dass Aufgaben besser und schneller erledigt werden, wenn man sich selbst darum kümmert. Führungskompetenz besteht aber vor allem darin, Aufgaben sinnvoll weiterzugeben.  Andere Menschen zu befähigen bedeutet, Vertrauen in die Fähigkeiten des Anderen zu zeigen. Je mehr ihr es tut, umso besser wirds – auf allen Seiten. Versprochen!

Denn gute Chef:innen scheuen sich nicht davor, Aufgaben zu delegieren. Was würdet ihr nie aus der Hand geben? Macht genau dies, und zwar gleich morgen.

Hack#5: Mehr REMOTE-DENKE

Die Pandemie hat uns gezeigt, dass Remote Work funktioniert. Allerdings ist sie – abhängig von der Art der Arbeit – mehr oder weniger effektiv. Bei der Aufgabenstellung müssen neue Aspekte wie Selbstorganisation, Abgrenzung und Selbstfürsorge mitgedacht werden.

Klar ist: Gute Chef:innen können auch durch den Bildschirm führen. Überlegt Euch dazu, welche Tasks remote-fähiger sind und welche weniger. Wie lassen sich diese Tasks hybrid am besten umsetzen?

Hack#6: Mehr PLATZ FÜR PRIVATES

Grenzen zwischen der professionellen Bürowelt und dem privaten Arbeitstisch verschwimmen; im besten Fall begünstigen sie sich. Führungskräfte sollen wissen, was ihre Mitarbeitenden umtreibt. Denn nur so ist es möglich, Schwachstellen zu unterstützen, zusätzliche Energien zu nutzen und im Team einzusetzen.

Gute Chef:innen sind sich bewusst, dass Work Life Integration ein bleibendes Thema ist. Teilt auf Eurem gemeinsamen Kommunikationsmittel das zuletzt gemachte Foto von Eurem privaten Handy-Album. Und schafft so mehr Raum für Persönliches.

“All big things come from small beginnings”

Jeder Workhack ist ein kleiner Anfang auf dem Weg zur eigenen Grösse – und zu mehr Menschlichkeit in der Arbeitswelt. Menschlichkeit muss wieder auf allen Ebenen berücksichtigt werden. Und die Zeit zum Handeln ist jetzt. Dazu braucht es Bewusstsein, Offenheit, Umdenken und Führungsstärke.

Wir wünschen Euch viel Erfolg beim “hacken” und wachsen!

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